Eine moderne Weihnachtsgeschichte (kein Maerchen!)

Dr. Michael Stehmann anwalt at rechtsanwalt-stehmann.de
Mi Dez 23 09:58:35 UTC 2020


Hallo,

das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr (Mülheim) 
hat vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW 170 ehemalige 
Dienstrechner erhalten. Allerdings ohne Festplatten (Datenschutz). Die 
fehlenden Festplatten und eine ganze Reihe funktionstüchtiger Monitore 
konnten durch weitere Spenden besorgt werden. Was noch fehlte, war dann 
die Software, ohne die bekanntlich Hardware nicht nützlicher als ein 
Ziegelstein ist.

Damit die Systeme von Menschen, die von der Mülheimer Diakonie
befähigt werden sollen, genutzt werden können, mussten die PC mit 
entsprechender Software versehen werden. Die ehemaligen Dienstrechner 
sollen nämlich dabei helfen, seit vielen Jahren im Diakonischen Werk 
bestehende Bildungsangebote zu verbessern und durch digitales Lernen zu 
ergänzen. Davon profitiert nicht nur das Angebot der kostenlosen 
Hausaufgabenbetreuung und Lernförderung, sondern auch die 
Integrationsfachschule, die zielgruppenorientierte Deutschkurse etwa für 
Frauen und Jugendliche vorhält.

Eine Anfrage an den in Mülheim sehr aktiven Linuxtreff, bekannt für 
konsequenten Einsatz Freier Software, brachte die Lösung. Durch 
ehrenamtliches Engagement ist bereits die Hälfte der gespendeten Rechner 
  mit Linux und einem Komplettpaket von freien Anwendungen versehen, die 
in Bildungseinrichtungen gut und nützlich sind. Nicht nur der Austausch 
von Dokumenten ist problemlos, sondern auch das Abspielen von Videos, 
die Teilnahme an Lernplattformen und die Nutzung von Videokonferenzen, 
soweit diese europäischen Datenschutzanforderungen genügen.

Abschließend noch zwei Statements:

Wolf-Dieter Zimmermann vom Linuxtreff: "„Freie Software steht eben
grundsätzlich allen Interessierten in der Regel ohne Lizenzkosten zur 
Verfügung, ist gegen Viren weitgehend immun und ist – weil die Basis des 
Systems und der Anwendungen, der so genannte Quellcode, einsehbar ist – 
von Interessierten auch überprüfbar. Darüber hinaus ist die auf den
Rechnern installierte Freie Software auch unter anderen Systemen 
nutzbar, sodass die gespendeten Rechner in allen Bildungssituationen 
einsetzbar sind.“

Diakonie-Geschäftsführerin Birgit Hirsch-Palepu: "„Wir sind dem 
Linuxtreff für sein ehrenamtliches Engagement sehr dankbar und freuen 
uns über die so tatkräftige Unterstützung. Dieses Projekt trägt,
wie auch einige weitere, dazu bei, die Digitalisierung voranzubringen 
und die vielfältigen Bildungsangebote des Diakonischen Werkes 
zukunftsfähig aufzustellen.“

Zukunft in Freiheit - digitale Souveränität - was kann es zu Weihnachten 
Schöneres geben?

Besinnliche Tage und einen einen interessanten Kongress wünschend

Michael (St.)


-------------- nächster Teil --------------
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