(U)EFI-Boot

Benedikt Geißler benedikt.geissler at openmailbox.org
Di Jul 12 19:54:37 UTC 2016


Am Dienstag, 12. Juli 2016, 19:20:37 CEST schrieb Wolfgang Romey (woro):
>  Kann ich mich bei der Installation entscheiden, ob
> ich (U)EFI-Boot beibehalten will oder das löschen will und weiter aus dem
> mbr boote?

Nach meiner Erfahrung ist es so, dass Ubuntu und Derivate automatisch die 
passende Partitionierung vornehmen. Dies gilt es insbesondere zu beachten, 
wenn der Rechner sowohl UEFI als auch einen Legacy-Modus „beherrscht“ und 
weiterhin ein Windows parallel installiert sein soll. Man kann es daran 
erkennen, dass im Bootmenü des UEFI mit der Auswahl der zu bootenden Laufwerke 
sowohl ein Eintrag á la "UEFI" sowie "legacy" oder "BIOS" vorhanden ist. 

GNU/Linux ist meines Wissens recht flexibel bzgl. UEFI/legacy und GPT/MBR – 
etwa im Arch-Linux-Wiki kann man für alle 4 Kombinationen Hinweise – und egal, 
was man wählt (UEFI oder legacy), sollte anschließend eine bootfähige GNU/
Linux-Installation vorliegen. Probleme hatte ich nur, als bei einem Rechner 
parallel ein Windows 8 installiert war, welches nicht ohne Umschalten von 
Optionen im UEFI gebootet werden konnte (nach Umschalten im UEFI konnte dann 
aber wiederum nicht das GNU/Linux gestartet werden). Ursache war, dass Windows 
via UEFI startete und die Festplatte mit einer GPT (GUID partition table) 
formatiert war, ich das GNU/Linux-Installationsmedium allerdings im 
Legacymodus gebootet hatte und folglich nicht die EFI-Partition (siehe auch 
https://wiki.archlinux.org/index.php/EFI_System_Partition) genutzt wurde. 
Beheben ließ es sich, indem ich einfach die Linuxdistribution erneut 
installierte, diesmal aber "UEFI" wählte, so dass automatisch die EFI-
Partition mitgenutzt wurde. Windows kann nämlich nur die Kombination GPT/UEFI 
oder MBR/Legacy und wenn dann noch eine Linuxdistribution zusätzlich 
installiert werden soll, muss man das beachten.

Bei reinen Linuxrechnern dürfte das Ganze aber eher weniger ein Problem 
darstellen. ;-)

Freundliche Grüße,
Benedikt Geißler



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