[Fellowship-austria] Offener Brief an Frau Nallinger - LiMux ist mehr als Software

theo.schmidt at wilhelmtux.ch theo.schmidt at wilhelmtux.ch
Mo Feb 17 09:47:10 UTC 2014


Am 16.02.2014 06:52, schrieb Luc Saffre:
...
> Einerseits hat sie Recht. Wenn unsere Politiker auf Bundesebene (nicht
> nur München) nicht endlich kapieren, dass wir es nur schaffen, wenn
> wir gemeinsam vorgehen, dann wird MS in München früher oder später
> einen weiteren Sieg gegen unsere Freiheit einfahren.

Ja. Obwohl aus unserer Sicht ein Leuchtturmprojekt, sehen das natürlich 
nicht alle so, insbesondere Frau Nalliger, aber auch Angestellte, die 
einfach nicht klar kommen oder lieber die Software hätten, welche sie 
auch zu Hause benutzen. Auch wenn es nur wenige Unzufriedene sind, 
können Sie mit Hilfe der Presse eine Kampagne machen, die alles 
zerstört, wenn vorhandene Schwachstellen aufgebauscht werden und die 
Entscheidungsträger der Politik sich nicht als PolitikerInnen sehen, 
sondern selber als User.

In der Schweiz hatten wir in der kantonalen Verwaltung von Solothurn 
auch so ein Projekt, das dann von der Regierung und dem Parlament 
aufgegeben wurde. Die ganze Geschichte steht hier:

http://wilhelmtux.ch/index.phtml?PID=71&MID=1


 > Ja, Konzerne sind mächtiger als Staaten

Ich sehe das nicht so. Die Konzerne sind nur so stark, wie die Politik 
es erlaubt. Aber selbst grüne oder liberale PolitikerInnen kapieren 
selten, wie wichtig es ist, die Macht grosser Konzerne zu beschränken. 
Während sie es bei der Gentechnik vielleicht noch sehen (ganz unabhängig 
von der Frage, welche Vor- und Nachteile die Gentechnik tatsächlich 
hat), scheint es bei IT-Themen verdrängt: fast jedem und jeder ist die 
vermeintliche Bequemlichkeit des Gewohnten wichtiger, sei es Windows, 
Google oder iPad.

Liebe Grüsse, Theo

PS Trotzdem eine gute grüne-IT Neuigkeit aus der Schweiz: die Grünen 
Kanton Bern haben diesen Monat ihren Webserver von Windows auf Linux 
umgestellt!



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