Idee: Entwicklung eines Betriebssystem füreuropäischen Verwaltungen

BBiwy mailingliste_bbiwy at yahoo.de
Fr Dez 19 19:50:16 UTC 2014


Hallo Michael,

Am 17.12.2014 um 09:39 schrieb RA Stehmann:
> [...]
> > Auch können mit diesem Konzept sämtliche Vorgänge überprüft und 
> > generalisiert werden, womit nur ein Programm für eine Aufgabe 
> > notwendig wird, wie z. B. LewisDIGANT (das aus den Fachverf. 
> > LewisDB (Einwohnermeldewesen) und DIGANT (Fachverf. f. Pässe, 
> > Personalausweise und Führerscheine) besteht).
> Damit werden neue Monopole geschaffen.

Wird nun mal mit durch den UNIX-Grundsatz "Schreibe Computerprogramme so,
dass sie nur eine Aufgabe erledigen und diese gut machen." [1] und auch dem
KISS-Prinzip [2] gefördert. (Auch wenn das Beispiel gerade ein Programm für
zwei Aufgaben ist.) Und wenn ich mir den Kernel anschaue, sehe ich dort
eigentlich nur Monopole (aka Module).

Daneben gibt es verschiedene gesetzliche Grundlagen und damit auch
Programmangebot(e):
Gesetze des Bundes (einmal für alle) (z. B. Personenstandswesen aka
Standesamt, Einwohnermeldewesen, Ordnungswidrigkeiten, Sozialrecht)
Gesetze der Länder (16x mal; für jedes Bundesland eines; könnte aber auch
auf die Kommune abgegeben sein) (z. B. Vermessungswesen)
Normen der Kommunen (11.114x (Kommune) + 295x (LKr) = 11.409x mal; für jede
Kommune anders) (z. B. Hundesteuer, Zweitwohnungssteuer)
Als Zwischenform gibt es die Landratsämter (295x), die Aufgaben der
staatlichen Verwaltung (z. B. Katasterwesen, Kommunalaufsicht) und der
Kommunen (z. B. Abfallwirtschaft, Krankenhäuser) wahrnehmen.

> [...]
> Hochsicher ist nur ein Computer, der nicht betrieben wird. Damit man
> wirklich die volle Kontrolle hat, müsste man Hardware und Software "from
> scratch" komplett neu entwickeln, also praktisch mit Relais und
> Schaltern wieder neu anfangen. [1]
> [...]

+1

Bei der Umsetzung des Konzepts kann dies, zumindest bei der Software,
mitberücksichtigt werden. Und auch, Michael Hange als Präsident des
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), sagte in einem
FAZ-Interview von November 2013, dass "Open Source durch die
Konfektionierbarkeit des Betriebssystems die Möglichkeit [schafft], den
Umfang auf die Softwareanteile zu beschränken, die für spezielle Aufgaben
zwingend erforderlich sind". [3,4]

Gruss

BBiwy

Referenzen:
[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Unix-Philosophie#McIlroy:_A_Quarter_Century_of_Unix
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/KISS-Prinzip - Erstes Beispiel
[3] http://www.faz.net/-gqz-7jo4u - Frage 24 "Warum schützt Open Source?"
(Seite 5)
[4] http://www.embedded-linux.de/component/content/article/
681-bsi-praesident-spricht-sich-fuer-open-source-aus - Zweiter Absatz
letzter Satz




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