Supportverträge machen OpenSource teuer

Matthias Kirschner mk at fsfe.org
Do Jan 5 13:06:43 UTC 2012


Hallo Jacob,

* Jacob Dawid <jacob.dawid at googlemail.com> [2012-01-05 11:48:11 +0100]:

> Ich denke man muss da schon zwischen Programm und Content deutlich
> unterscheiden. Es gibt eben Code, der mehr als Content gewertet werden denn
> als "Programm". Denkt auch daran, dass hinter kommerziellen Produkte auch
> Menschen sind die von Ihrer Arbeit leben müssen. 

Das ist klar. Das machen ja auch viele Unternehmen. Aber manche
Unternehmen, profitieren von dem guten Ruf Freier Software, behaupten,
dass ihre Software frei ist, was sie dann aber nicht ist.

> Ich fände es zum Beispiel korrekt und völlig im Sinne freier Software,
> wenn ich sagen wir mal eine freie Bildverarbeitungssoftware mit
> rudimentären und für den Normalnutzer völlig ausreichenden Funktionen
> hätte, gewisse Filterpakete aber, die besonders einzigartig und daher
> als Content schützenswert sind eben proprietär nachladbar. 

Dann ist dies aber kein Unternehmen, was mit Freier Software Geld
verdient, sondern mit unfreier Software. Als Unternehmen, welches diese
Filterpakete kommerziell einsetzen würde, würde ich diese Software nicht
kaufen wollen, weil die Teile von denen ich abhänge keine Freie Software
sind.

Hast Du den Artikel von Georg dazu gelesen? Kann ich nur empfehlen.

> Der Begriff "freie Software" bezieht sich meines Wissens auf das
> funktionale Programm und kann im falschen Begriffszusammenhang seine
> Sinnhaftigkeit verlieren.

Kannst Du das nochmal genauer erklären?

Viele Grüße
Matthias

-- 
Matthias Kirschner - FSFE - Deutschland- und Fellowshipkoordinator
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