FSFe NE FSFde Verein

Bernhard Reiter bernhard at intevation.de
Sa Mär 9 15:23:32 UTC 2002


On Sat, Mar 09, 2002 at 03:21:49PM +0100, Thomas Templin wrote:
> Samstag, 9. März 2002 13:33 Bernhard Reiter wrote: 

> Aber warum lasst Ihr Euch die Chance entgehen auf breiter Basis 
> Mitglieder ein zu binden. 

Das ist eine Bezeichnungsfrage.
Wir versuchen ehrlich zu sein und gleichzeitig die Strukturen
traditionell offen für Mitarbeit zu lassen.

Mitglieder in Vereinen haben ein formales Stimmrecht.
Ansonsten sind es Freiwillige.
Die FSF in den USA hätte es nicht akzeptiert,
wenn die Chance eine offizielle grosse FSF zu übernehmen groß ist,
indem jeder Mitglied werden kann.
Insofern ist das Kernteam keine Massenveranstalung.
Die Personalentscheidungen ist das wichtigste was die FSF treffen kann.
Wir brauchen Leute, die sich langfristig aktiv der Sache
willen enagagieren wollen und sich für die langfristige Perspektive
interessieren. Das sind leider recht wenig Personen.
Wer solche Kriterien erfüllt, der kommt dem Kernteam meist schnell näher.

Ein zweiter Grund ist, dass es schon viele Vereine gibt.
Wir wollen keine Konkurrenz zu etablieren Vereinen sein,
wie APRIL oder dem FFII in Deutschland.

Die Freie Software Gemeinde war immer sehr offen für Leute,
welche sich einbringen möchten. Dafür braucht es eigentlich
keine formale offizielle Organisation. Deshalb wird die auf ein Minimum
beschränkt. Wir empfehlen dann aber zusätzlich offene Vereine (wie
APRIL)zu gründen, von denen es ja mehrere geben kann fürs mitarbeiten.

> Wenn man einmal in Betracht zieht wieviele LinuxianerInnen sich auf 
> irgendwelchen Seiten als Linux User Nr.:xx.xxx registrieren lassen 
> kann man eine recht hohe Anzahl freiwilliger Mitglieder erwarten.

Schon, aber wenn diese Mehrheit dann abstimmt, besteht die Gefahr,
dass es auf einmal nicht mehr GNU/Linux oder Freie Software heisst.
Solche Debatten sind beim Kernteam kontraproduktiv.

> Selbst bei einer nur eingeschränkten aktiven Teilnahme des 
> Mitgliedes an den Aktivitäten der FSFe-de würde in finanzieller 
> Hinsicht garantiert ein besseres Ergebnis als mit den Spenden auf 
> freiwilliger Basis erreichbar sein.

Wir müssen tatsächlich unsere Öffentlichkeitsarbeit weiter verstärken. 
Andererseits wissen die Leute, welche uns spenden auch zu schätzen,
dass wir viel Arbeit einfach erledigen oder jedesmal an die
Öffentlichkeitswirkung einer Aktion zu denken.

> Aus meiner Erfahrung heraus sind sehr viele Linux Anwender bereit 
> die "Idee" auch finanziell zu unterstützen, allerdings auf die 
> Frage warum sie das nicht tun kommen immer wieder Antworten wie, 
> "Keine Adresse bekannt", "Was machen die mit meinem Geld", "Die 
> grossen Firmen bezahlen doch schon". 

Viele Linux-Anwender wenden auch proprietäre Software an.
Die Hauptarbeit der FSF(E) richtet sich nicht auf den einen
Betriebsystemkern sonderen auf das GNU-Projekt und der Freiheit von
Software insgesamt. Beispielsweise gibt es auch Freie BSD-Systeme 
und den Hurd als Betriebssystemgrundlage.

> Ich glaube die FSFe-de hat hier einen grossen Vorteil, es setzt 
> sich für die "Idee" ein die dahinter steht (kommt dem messianischen 
> Eifer vieler Linuxianer entgegen), die Aktionen um den Einsatz von 
> Linux im Bundestag haben vielen den Bedarf für eine Lobby Arbeit 
> auf dieser Ebene bewusst gemacht.

> Die Liste mit den Spenden an die FSFe ist dagegen ein recht 
> entäuschendes Zeugnis für die Breitenwerbung.

Zugegeben da müssen wir besser werden.
Vorschläge und Hilfe sind willkommen.
	Bernhard
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